Kompetenz beginnt am Kartentisch
Pressemeldung von: Deutscher Bridge-Verband e.V. - 13.07.2026 10:00 Uhr
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Zum Welttag der Jugendkompetenz am 15. Juli: Fünf junge Deutsche wollen zur Studierenden-WM nach China – Teilnahme hängt von Spenden ab.
Frechen-Königsdorf, 8. Juli 2026. Am 15. Juli ist der Welttag für den Kompetenzerwerb junger Menschen, international als World Youth Skills Day bekannt. Die Vereinten Nationen riefen ihn 2014 ins Leben, um weltweit auf die Bedeutung von Bildung, Ausbildung und digitalen Zukunftskompetenzen für junge Menschen aufmerksam zu machen. Der Deutsche Bridge-Verband e.V. (DBV) nutzt den Tag, um auf ein Team aufmerksam zu machen, das genau das lebt: Fünf junge Spielerinnen und Spieler wollen Deutschland mit Bridge im Oktober bei der Studierenden-Weltmeisterschaft Mind Sports in China vertreten. Sportlich haben sie sich qualifiziert. Was noch fehlt, ist das Geld für die Reise.
Strategisches Denken als Jugendkompetenz
Beim Bridge treten vier Spielerinnen und Spieler in zwei Partnerschaften gegeneinander an, mit Karten, aber vor allem mit Kopf. Wer am Tisch sitzt, muss Informationen einordnen, unter Zeitdruck entscheiden und sich mit einem Partner ohne viele Worte verständigen. Genau diese Fähigkeiten stehen am Welttag der Jugendkompetenz im Mittelpunkt. Beim Reizen, der Bietphase vor jedem Spiel, verhandeln die Spieler in einem festen Code das gemeinsame Ziel. Wer diesen Code beherrscht, übt, was auch im Berufsleben zählt: zuhören, abwägen, Verantwortung übernehmen.
„Bridge fördert so viele verschiedene Kompetenzen. Man muss andere Menschen und Situationen richtig einschätzen können, man muss gut kombinieren können. Es ist immer wieder eine Möglichkeit, sich mit sich selbst zu vergleichen und besser zu werden", sagt Charlotte Baumgart, eine der fünf Spielerinnen im China-Team.
Der DBV sieht darin einen Grund, warum Bridge kein Spiel für die Rentnergeneration ist, sondern ein Denksport, der junge Menschen fordert.
Fünf Namen, ein gemeinsames Ziel
Levente Hartstang, Kathrin Schwalbach, Marius Gündel, Charlotte Baumgart und Benedikt Körner heißen die fünf, die Deutschland vom 11. bis 16. Oktober bei der FISU World University Championship Mind Sports in Liaocheng, China, vertreten wollen. Die International University Sports Federation (FISU), der Weltverband für Hochschulsport, richtet das Turnier aus. Seit 2020 gehört Bridge fest zum Programm, gemeinsam mit Schach. Rund 30 Länder schicken Teams. In Deutschland vertritt der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) die Studierenden bei der FISU.
„Dass fünf junge Menschen für Deutschland nach China reisen wollen, zeigt: Bridge ist längst kein Spiel für die ältere Generation allein. Genau solche Geschichten brauchen wir, um jungen Menschen zu zeigen, was in diesem Sport steckt", sagt Barbara Hanne, Präsidentin des Deutschen Bridge-Verbands und Verantwortliche für das China-Projekt.
Zwei aus dem Team bringen bereits internationale Erfahrung mit: Marius Gündel und Kathrin Schwalbach, beide 21, gewannen im Mai mit dem deutschen Mixed-Team Silber bei der ersten Online-Europameisterschaft der European Bridge League. Jetzt gehen sie mit drei weiteren jungen Spielern den nächsten Schritt.
Wenn das Talent reicht, aber das Geld nicht
Eine internationale Meisterschaft kostet Geld: Flüge, Unterkunft, Versicherungen, Teamkleidung. Der DBV finanziert regulär die Startgebühren und die Reise über eine Spendenkampagne auf der Plattform betterplace.org. Das Ziel liegt bei 10.000 Euro. Bis zum 8. Juli kamen 3.268 Euro von 34 Spenderinnen und Spendern zusammen, gut ein Drittel der Summe. Übersteigen die Spenden das Ziel, fließt der Rest in die Jugendförderung des Verbands.
„Ich glaube, dass solche Reisen und Turniere ein wichtiges Signal für die Nachwuchsarbeit im Bridge sind, gerade für Clubs, die seit Jahren kein neues Mitglied mehr gewonnen haben", sagt Baumgart.
Wer die Reise unterstützen will, findet die Kampagne unter betterplace.org/de/projects/182000-bridge-team-deutschland-zur-studierenden-wm-2026-nach-china.
Für die fünf ist die Fahrt nach China längst mehr als ein Turnier. Sie ist der Beweis, dass Jugendkompetenz auch am Kartentisch entsteht – und dass sie, wie so oft, ein Stück Unterstützung braucht, um sichtbar zu werden.
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Firmenbeschreibung:Der Deutsche Bridge-Verband e.V. (DBV) ist die nationale Organisation für den Bridge-Sport in Deutschland. Der DBV vereint rund 17.000 organisierte Mitglieder in rund 400 Clubs, die sich auf 14 Regionalverbände verteilen. Damit erreicht der Verband etwa 35 Prozent der geschätzten 50.000 Bridge-Spieler in Deutschland. Mit Sitz in der Stadt Frechen vertritt der DBV die Interessen von Bridge-Spielern bundesweit und fördert die Verbreitung des strategischen Kartenspiels. Bridge ist seit 1998 vom IOC als Sportart anerkannt. Am 1. Oktober 2026 findet der nächste Bridge-Aktionstag statt. Weitere Informationen unter: bridgetag.de.
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