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Mitarbeiter motivieren – Die „innere Kündigung“ ist eine Herausforderung für Führungskräfte

Pressemeldung von: Andreas Schultheis, Text & Redaktion - 21.11.2014 15:03 Uhr
Den verantwortlichen Pressekontakt, für den Inhalt der Pressemeldung, finden Sie unter der Pressemeldung bei Pressekontakt.

Von Ansgar Lange +++ Eine Umfrage der Unternehmensberatung Towers Watson http://www.towerswatson.de hat jüngst ergeben, dass deutsche Arbeitnehmer viel Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz legen und oft wenig motiviert sind. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hat dies auf die Formel gebracht: "Deutsche Arbeitnehmer sind sicherheitsbewusst und bequem". "Eine solche allgemeine Arbeitnehmerschelte kann man nicht stehen lassen", sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in Ludwigsburg, Sindelfingen und London. "Dass deutsche Arbeitnehmer weniger wechselbereit sind als zum Beispiel britische Kollegen, kann auch mit unterschiedlichen historischen Traditionen oder einer größeren Bindung an das Unternehmen begründet werden." In der Vergangenheit habe es auch schon Studien gegeben, die ganz andere Aussagen getroffen hätten. So erinnere er sich an eine frühere Studie der Internet-Stellenbörse Monster http://www.nachrichten.net/details/39841/Dienst_nach_Vorschrift_und_innere_Emigration.html, wonach ein Drittel aller Arbeitnehmer in Deutschland den Job wechseln wolle, während ein weiteres Drittel zumindest mit dem Gedanken daran spiele. Kultur der Wertschätzung ist Schlüssel für engagierte Mitarbeiter "An sich ist es ja nichts Schlimmes, wenn die Sicherheit des Arbeitsplatzes wichtiger erscheint als die Höhe des Gehaltes. Schließlich hängen viele Entscheidungen daran, nicht prekär beschäftigt zu sein: der Wunsch nach Familie, einem festen Freundeskreis, einem Eigenheim. Allerdings besteht die Gefahr, dass der Elan und die Spritzigkeit ein wenig verloren gehen, wenn man zu lange für einen Arbeitgeber tätig ist. Doch unser Vergütungssystem setzt diese Anreize. Die Höhe des Gehalts steigt oft proportional zur Dauer der Unternehmenszugehörigkeit. Wer also mit Ende 40 noch den Arbeitgeber wechseln will, geht auch ein finanzielles Risiko ein. Die Unternehmen haben es selbst in der Hand, an dieser Stellschraube zu drehen und ihr Vergütungssystem zu überdenken", so Zondler. Dass die Deutschen laut der Studie aber weniger motiviert arbeiten als Angehörige anderer Nationen, ist für Zondler ein "Weckruf für Führungskräfte". "Zunächst einmal muss man auch diesen Wert relativieren. Der deutsche Arbeitsmarkt ist im Kern gesund. Wenn wir überdurchschnittlich viele unmotivierte Arbeitnehmer hätten, wären unsere Wirtschaft und unsere Unternehmen nicht so erfolgreich. Jeder Mitarbeiter, der innerlich gekündigt hat, ist eine Herausforderung an Führung. Führen erfolgt durch Vorbild, und für die Motivation der Mitarbeiter ist das Verhalten der Führungskräfte oft noch entscheidender als das, was jeden Monat als Gehalt auf ihr Konto überwiesen wird. Eine Kultur der Wertschätzung und Motivation ist der Schlüssel zu motivierten und engagieren Mitarbeitern", sagt der Personalberater.

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