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Europäischer Klimapakt ruft zu mehr Klimaanpassung und Resilienz auf und lädt zu Gedenken und Begegnung ins Ahrtal ein

Pressemeldung von: EU Klimapakt - 15.07.2026 10:30 Uhr
Den verantwortlichen Pressekontakt, für den Inhalt der Pressemeldung, finden Sie unter der Pressemeldung bei Pressekontakt.

15. Juli: EU-Gedenktag für die Opfer der globalen Klimakrise

Europäischer Klimapakt ruft zu mehr Klimaanpassung und Resilienz auf und lädt zu Gedenken und Begegnung ins Ahrtal ein
15. Juli: EU-Gedenktag für die Opfer der globalen Klimakrise (Bildquelle: @Europäischer Klimapakt)
Berlin / Ahrtal, 15. Juli 2026 – Innerhalb weniger Stunden wurden aus Flüssen reißende Ströme. Häuser wurden fortgerissen, ganze Orte verwüstet, Menschen verloren ihre Angehörigen, ihr Zuhause und ihre Zukunft. Die Bilder aus dem Ahrtal im Juli 2021 haben sich tief in das kollektive Gedächtnis Deutschlands eingeprägt. Sie stehen stellvertretend für die wachsenden Folgen der Klimakrise in Deutschland, Europa und weltweit.

Am 15. Juli, dem Europäischen Gedenktag für die Opfer der globalen Klimakrise, erinnert der Europäische Klimapakt an alle Menschen, deren Leben durch klimabedingte Katastrophen unwiederbringlich verändert wurde. Der Gedenktag wurde 2023 vom Europäischen Parlament, dem Rat der Europäischen Union und der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. Das Datum wurde bewusst gewählt: Der 15. Juli 2021 markierte einen der schlimmsten Tage der Flutkatastrophe in Deutschland und Belgien. Seither erinnert der Gedenktag jedes Jahr an die Opfer der Klimakrise und macht zugleich deutlich, wie wichtig Klimaschutz, Vorsorge und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind.

„Die Katastrophe mahnt uns, uns besser auf die Klimakrise vorzubereiten und anpassungsfähiger zu werden“, erklärt Barbara Gessler, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland mit Blick auf das Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal. „Wir müssen handeln, damit wir das schützen können, was am wichtigsten ist – unser Leben und unsere Gesundheit. Daran arbeitet die Europäische Union mit einer Reihe von Maßnahmen. 2026 wird beispielsweise die neue Europäische Resilienz- und Anpassungsstrategie veröffentlicht.“

Chance für mehr Resilienz

Die Flutkatastrophe im Ahrtal zählt zu den schwersten Naturkatastrophen, die Deutschland bislang erschüttert haben. Außergewöhnlich starke Regenfälle führten dazu, dass innerhalb weniger Stunden aus Bächen und kleineren Flüssen reißende Ströme wurden. In der Folge verloren in den Regionen mehr als 180 Menschen ihr Leben. Rund 17.000 Menschen verloren ihr Zuhause oder ihre Existenzgrundlage. Über 9.000 Gebäude und mehr als 100 Brücken wurden zerstört oder schwer beschädigt. „Die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe 2021 zwingen uns dazu, unsere Resilienz und Anpassungsfähigkeit zu stärken“, erklärt Isabel Arens, Landeskoordinatorin des Europäischen Klimapakt in Deutschland. „Wir können aus der Flutkatastrophe lernen und uns besser für die Zukunft aufstellen.“

Das Ahrtal ist kein Einzelfall, denn die Klimakrise zeigt sich längst auch in Deutschland immer häufiger und intensiver. Hitzewellen mit Temperaturen von über 40 °C, wie zuletzt im Juni in Berlin mit 42 °C, führen zu mehr Hitzetoten. Dürrejahre ab 2018 führten zu massiven Waldschäden und Ernteausfällen, Waldbrände in Brandenburg und der Sächsischen Schweiz zerstörten wertvolle Naturflächen und gefährdeten Ortschaften. Im Sommer 2024 sorgten außergewöhnliche Starkregen und Hochwasser erneut für Überschwemmungen in Bayern und Baden-Württemberg. Gleichzeitig fordern extreme Hitzewellen immer mehr Opfer in der Bevölkerung. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) starben bis Ende Juni 2026 bereits rund 5.100 Menschen in Deutschland an den Folgen extremer Hitze (https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z/H/Hitze/Bericht_Hitzemortalitaet.html) – und damit schon zur Jahresmitte deutlich mehr als in vielen vollständigen Vorjahren. Allein während der Hitzewelle vom 22. bis 28. Juni wurden etwa 4.300 hitzebedingte Todesfälle geschätzt. Die Zahlen verdeutlichen, dass Hitze längst zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken in Deutschland zählt.

Gedenktag fordert zum gemeinschaftlichen Handeln auf

Mit dem fortschreitenden Klimawandel nehmen Häufigkeit und Intensität vieler Extremwetterereignisse zu. Genau deshalb ist der Europäische Gedenktag mehr als ein Tag des Erinnerns: Er ist ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln. Ziel des Europäischen Gedenktags für die Opfer der globalen Klimakrise ist es, Menschen, Familien und Gemeinschaften, deren Leben durch die Folgen der Klimakrise verändert wurde, in den Vordergrund zu stellen, statt sie hinter bloßen Zahlen verschwinden zu lassen.

Klar ist nämlich: Klimaschutz ist nicht nur das Senken von Treibhausgasemissionen. Vielmehr müssen Städte und Gemeinden widerstandsfähiger gegenüber den unvermeidbaren Folgen des Klimawandels gemacht, besonders gefährdete Menschen geschützt und die Gesellschaft auf zunehmende Klimarisiken vorbereitet werden. Investitionen in Klimaanpassung und Vorsorge sind Investitionen in den Schutz von Leben, Gesundheit und Zukunft, nur gemeinsam als Gesellschaft können diese Investitionen erfolgreich gestemmt werden.

„Resilienz entsteht nicht allein durch bessere Infrastruktur“, erläutert Carina Rolly, Europäische Klimapakt-Botschafterin. „Sie entsteht dort, wo Menschen sich gegenseitig stärken, Erfahrungen teilen und gemeinsam Zukunft gestalten.“

Gemeinsam resilient im Ahrtal

Anlässlich des Europäischen Gedenktags für die Opfer der globalen Klimakrise lädt der Europäische Klimapakt am 15. Juli 2026 gemeinsam mit dem Wassersportverein Sinzig e. V., dem Haus der Offenen Tür Sinzig, ADRA Deutschland e. V. sowie dem Klima-Bündnis e. V., zu einem besonderen Sommerabend an der Mündung der Ahr in den Rhein in Sinzig ein. Weitere Informationen finden Sie hier: https://climate-pact.europa.eu/articles-and-events/events/eu-day-victims-global-climate-crisis-together-resilient-ahr-valley-2026-07-15_en

Als Initiative der Europäischen Kommission bringt der Europäische Klimapakt Menschen, Organisationen und Kommunen in ganz Europa zusammen, die sich für Klimaschutz und die europäischen Klimaziele einsetzen. Mit seinem Netzwerk aus engagierten Botschafterinnen und Botschaftern schafft der Klimapakt Räume für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Handeln - genau dort, wo die Folgen der Klimakrise spürbar werden. Die Veranstaltung in Sinzig steht damit beispielhaft für den Ansatz des Klimapakts: Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen, wenn Menschen vor Ort zusammenkommen, Erfahrungen teilen und gemeinsam Lösungen entwickeln.

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe entsteht dort ein Ort der Begegnung und des Miteinanders. Bei einer langen gemeinsamen Tafel, Musik, Gesprächen und einer besonderen Aktion auf dem Wasser stehen Erinnerung, Zusammenhalt und Zuversicht im Mittelpunkt. Menschen aus der Region, Vereine, Initiativen und alle, die das Ahrtal mitgestalten möchten, sind eingeladen, gemeinsam ein Zeichen der Solidarität zu setzen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf Kindern und Jugendlichen. In einem geschützten Rahmen erhalten sie die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit der Flut zu reflektieren und gemeinsam positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Spielerische Aktivitäten auf und am Wasser fördern Selbstwirksamkeit, Resilienz und das Bewusstsein dafür, wie Gemeinschaft dabei helfen kann, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Die Erfahrungen des Ahrtals stehen exemplarisch für viele Regionen Europas, die zunehmend von Extremwetter betroffen sind.

Interessierte sind herzlich eingeladen, an der kostenfreien Veranstaltung teilzunehmen, etwas für die gemeinsame Tafel mitzubringen und mit den deutschen Klimapakt-Botschafterinnen Carina Rolly und Isabel Arens ins Gespräch zu kommen.

Firmenkontakt:
EU Klimapakt
Luis Carlos Palomino Forero
Hermann-Weinhauser-Str. 73
81673 München
E-Mail: euclimatepact@hbi.de
Telefon: +49 (0) 89 99 38 87 57
Homepage: https://climate-pact.europa.eu/index_en


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Über den Europäischen Klimapakt

European Climate Pact Website https://climate-pact.europa.eu/
Der Europäische Klimapakt ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die zivilgesellschaftliches Engagement im Klimaschutz fördert. Ziel ist es bis 2030 die Emissionen der Europäischen Union um 55 Prozent zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden. Dafür braucht es die europäische Zivilgesellschaft.

Der Europäische Klimapakt schafft einen lebendigen Raum für den Dialog mit der Zivilgesellschaft und ermöglicht die Vernetzung für den Klimaschutz und gemeinsame Klimaanpassung regional, national und europaweit.

Das Herz des Klimapakts sind die Klimapakt Botschafterinnen und Botschafter. Sie sind herausragende Persönlichkeiten der Klimaschutzszene, die sich entweder über ihre Arbeit oder ihr ehrenamtliches Engagement auf vielfältige Weise für das Klima einsetzen und Lösungen erarbeiten. Ihre Aufgabe ist es auch, auf Menschen zuzugehen, mit ihnen über den Klimawandel, die Europäischen Klimaziele, den EU Green Deal und Chancen der klimaneutralen Transformation zu sprechen. Nicht zuletzt tragen sie mit ihrem Engagement zur Steigerung der Bekanntheit des Klimapakts bei.

Derzeit gibt es in Deutschland 100 Botschafter und Botschafterinnen.

#MyWorldOurPlanet #EUClimatePact

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