Aktualisierte S3-Leitlinie: physikalische Thromboseprophylaxe erhält Empfehlungsgrad A
Pressemeldung von: UniCare GmbH - 09.09.2026 12:49 Uhr
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Thromboseprophylaxe bei Blutungsrisiko: S3-Leitlinie 4.1 bevorzugt die apparative Kompression

Das IPK-System Phlebo Press® DVT 650 Easy für die mechanische Thromboseprophylaxe im Krankenhaus.
Schmitten im Taunus, [TT]. September 2026. Die S3-Leitlinie „Prophylaxe der venösen Thromboembolie (VTE)“ (AWMF 003-001) liegt seit Januar 2026 in Version 4.1 vor, federführend herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Sie ist bis Januar 2031 gültig.Für die mechanische Thromboseprophylaxe bringt die Aktualisierung eine deutliche Änderung. Empfehlung 7.3 wurde modifiziert und trägt nun Empfehlungsgrad A bei einem starken Konsens von 94 Prozent: „Bei Patienten mit mittlerem oder hohem VTE-Risiko und Kontraindikationen gegen eine medikamentöse VTE-Prophylaxe sollen physikalische Maßnahmen, bevorzugt die intermittierende pneumatische Kompression (IPK), zur Anwendung kommen.“ Begründet wird das damit, dass die Evidenz deutliche Hinweise darauf ergibt, dass eine Kompressionstherapie mit Thromboseprophylaxestrümpfen im Vergleich zur IPK weniger effizient ist.Ebenso klar sind die Grenzen. Physikalische Maßnahmen sollen eine indizierte medikamentöse Prophylaxe nicht ersetzen (Empfehlung 7.2). Für die Kombination beider Verfahren formuliert die Leitlinie eine offene Empfehlung mit Empfehlungsgrad 0: Physikalische Maßnahmen können zusätzlich angewendet werden. Eine generelle Empfehlung zur Kombination spricht sie nicht aus.Auffällig ist, wo die Leitlinie die IPK namentlich nennt. Bei Eingriffen am zentralen Nervensystem soll eine indizierte Prophylaxe als IPK erfolgen (Empfehlung 12.5), in der elektiven Wirbelsäulenchirurgie bevorzugt als IPK (12.34) — beide Empfehlungen sind neu. Bei immobilen Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall soll eine IPK-Behandlung erfolgen (13.10); Thromboseprophylaxestrümpfe sollen dort ausdrücklich nicht eingesetzt werden (13.11). Das Muster ist durchgehend: Wo das Blutungsrisiko die medikamentöse Prophylaxe einschränkt, rückt die apparative Kompression nach vorn.Daraus folgt für Stroke Unit, Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie eine organisatorische Frage. Ein Soll mit Empfehlungsgrad A lässt sich nur einlösen, wenn das Gerät auf der Station steht, funktioniert und bedient werden kann und die Manschetten planbar nachkommen. Hinzu kommt die dokumentierte Einweisung nach § 4 Abs. 3 der Medizinprodukte-Betreiberverordnung. Die Leitlinie benennt zudem unerwünschte Ereignisse wie Hautverletzungen und ein erhöhtes Sturzrisiko — Anwendung und Schulung gehören zur Maßnahme.Bemerkenswert ist eine Randnotiz der Leitlinie zum deutschen Markt: Unterschiedliche Traditionen hätten dazu geführt, dass die IPK in Deutschland eine weit geringere Verbreitung habe als beispielsweise in den Vereinigten Staaten.Die UniCare GmbH aus Schmitten im Taunus versorgt deutsche Krankenhäuser mit IPK-Systemen der Phlebo Press®-Technologie: dem stationstauglichen Phlebo Press® DVT 650 Easy und dem kompakten All-in-one-System Phlebo Press® DVT 603. Beide regeln den Arbeitsdruck automatisch; die Kompressionsmanschetten werden patientenbezogen als Einwegmaterial eingesetzt.„Die Leitlinie sagt jetzt sehr deutlich, was bei Kontraindikationen zu tun ist“, sagt Jörg Saborowski, Geschäftsführer der UniCare GmbH. „Damit verschiebt sich die Frage von der Indikation zur Verfügbarkeit. Ob eine Empfehlung im Stationsalltag ankommt, entscheidet sich an Geräten, die die Pflege ohne Umwege bedienen kann, und an Nachschub, auf den Verlass ist. Am Ende geht es um Patientensicherheit.“Eine Einordnung bleibt wichtig: Die Leitlinie bewertet Verfahren, nicht Produkte. Sie hält ausdrücklich fest, dass aussagekräftige Studien zum Vergleich der verfügbaren IPK-Systeme nicht vorliegen.Fachinformationen zur mechanischen Thromboseprophylaxe, zur Studienlage der IPK und zur S3-Leitlinie stellt UniCare frei zugänglich bereit: https://unicare-gmbh.de/wissen/ . Weitere Informationen unter https://unicare-gmbh.de/ .
Firmenkontakt:UniCare GmbH
Jörg Saborowski
Burgweg 5a
61389 Schmitten im Taunus
E-Mail: info@unicare-gmbh.de
Telefon: +49 151 52653565
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Firmenbeschreibung:UniCare GmbH ist die exklusive deutsche Vertretung der Phlebo Press®-Technologie: Systeme der intermittierenden pneumatischen Kompression (IPK) zur Thromboseprophylaxe im Krankenhaus — mit deutschsprachiger Hotline, Geräteeinweisung nach §83 MPBetreibV und garantierter Lieferfähigkeit aus Hessen.
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