Gefährlich: Vogelnest auf dem Schornstein
Pressemeldung von: Infocenter der R+V Versicherung c/o Arts & Others - 27.02.2026 10:31 Uhr
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R+V-Infocenter: Dohlen wählen gerne Schornsteine zum Brüten
Wiesbaden, 27. Februar 2026. Hunderttausende Vogelpaare suchen im Frühjahr einen Nistplatz. Dohlen wählen dabei gerne Schornsteine zum Brüten - und verstopfen den Abzug mit Nistmaterial. Das ist eine tödliche Gefahr für die Hausbewohner, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.
Die Suche nach einem Nistplatz beginnt bei den Dohlen in der Regel nach dem Frost, also noch während der Heizperiode. Schornsteine von Kaminöfen oder Gasthermen sind ein attraktiver Zufluchtsort für sie - gut geschützt und hoch oben. Doch das kann für die Hausbewohner schlimme Folgen haben. "Wenn die Vögel den Abzug mit Zweigen, Moos, Papier und Plastiktüten verstopfen, können Abgase nicht mehr richtig abziehen. Die sammeln sich dann im Wohnraum, ohne dass man es merkt", sagt Torge Brüning, Brandschutzexperte bei der R+V Versicherung. "Kohlenmonoxid etwa ist geruchlos, aber hochgiftig. Schon geringe Mengen können tödlich sein."
Deshalb sollten Hausbesitzer im Frühjahr besonders aufmerksam sein. Erste Anzeichen für einen möglichen Nestbau: Die Dohlen sitzen auf dem Dach oder kreisen über dem Haus. Zudem sind meist mehrere Häuser in einer Gegend betroffen - die schwarz-grauen Vögel nisten gerne in der Nähe zu Artgenossen.
Vorsichtsmaßnahmen ergreifen
Grundsätzlich sollte der Schornsteinfeger einmal im Jahr den Abzug auf Nistmaterial prüfen, am besten vor der Heizsaison. Wer den Rabenvögeln gar nicht erst den Zugang zu seinem Schornstein ermöglichen möchte, kann ihn mit einem Dohlengitter abdecken. Eine zusätzliche Absicherung ist ein CO-Melder im Wohnraum. "Dieser funktioniert ähnlich wie ein Rauchmelder. Er reagiert auch auf geruchslose Gase und warnt so rechtzeitig vor Kohlenmonoxid", sagt R+V-Experte Brüning.
Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
- CO-Melder sollten auf Kopfhöhe platziert sein, nicht direkt an der Decke oder in der Nähe von Zugluft. Auch regelmäßiges Testen ist wichtig.
- Nester niemals während der Brutzeit entfernen, sondern den Schornsteinfeger oder die örtliche Naturschutzbehörde informieren.
- Wer Dohlen eine Brutmöglichkeit anbieten möchte, kann spezielle Nistkästen anbringen. Am besten vorher erkundigen, wo das sinnvoll ist.
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