Startklar für die Bundesliga – auch die Zähne?
Pressemeldung von: proDente - 28.08.2026 08:56 Uhr
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Puls, Schlaf, Sprints, Ernährung, Regeneration: Im Profifußball wird jeder Leistungsfaktor akribisch geprüft. Und die Mundgesundheit? Spätestens seit der Zahn-OP von Jamal Musiala und den von Hansi Flick beim CF Barcelona eingeführten Zahn-Untersuchungen ist die Zahnmedizin im Profi-Fußball angekommen.
Eine deutsche Studie zeigt pünktlich zum Bundesliga-Start, warum der Zahn-Check genauso selbstverständlich zur Spielerbetreuung gehören sollte wie Leistungsdiagnostik, Blutbild und Physiotherapie. Einige Vereine haben das längst erkannt.
High Performance – außer beim Gebiss?
Bevor der erste Ball rollt, durchlaufen die Profis umfassende Checks: Bewegungsapparat, Herz-Kreislauf-System, Blutwerte – alles wird analysiert. High Performance bis ins Detail. Und Zähne und Zahnfleisch? Was nebensächlich klingt, ist ein wichtiger Baustein der Athletenbetreuung. Zahnschmerzen, Entzündungen des Zahnfleischs und andere Beschwerden im Mund belasten den Körper – und stören den eng getakteten Profi-Alltag. Hannover 96 hat deshalb die Mundgesundheit fest in die Betreuung integriert. Christoph Heckmann, Leiter Medien & Kommunikation, erklärt: „Der Zahn-Check gehört bei uns ganz selbstverständlich dazu – genauso wie andere regelmäßige Untersuchungen.“
50 Profis, zwei Sportarten, ein deutlicher Unterschied
Wie unterschiedlich es um die Mundgesundheit im Profisport steht, zeigt eine aktuelle Studie im Fachjournal ‚Sports‘. Untersucht wurden 50 männliche Profisportler: 29 Fußballer und 21 Eishockeyspieler. Das Team analysierte Plaque, Zahnfleischblutungen, den Zustand des Zahnhalteapparats, Karies und das Vorsorgeverhalten. Das Ergebnis: Die Fußballer schnitten in mehreren Kategorien deutlich besser ab. Ihr Approximalraum-Plaque-Index lag bei 29, der der Eishockeyspieler bei 48. Beim Papillen-Blutungs-Index waren es 14 gegenüber 42. Auch bei parodontalen Befunden zeigten die Fußballer bessere Werte. Zudem gingen sie häufiger zur Kontrolle und achteten stärker auf zusätzliche Mundhygiene.
Nicht warten, bis es wehtut
„Regelmäßige Untersuchungen der Mundgesundheit sollten im Profisport eine Selbstverständlichkeit sein“, sagt Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente e.V. Der Ansatz liegt auf der Hand. Profisport fordert den Körper – auch den Mund. Intensives Training fördert Mundtrockenheit, kohlenhydratreiche Ernährung und Sportgetränke belasten zusätzlich. Und der Terminkalender? Training, Spiele, Reisen, Regeneration – da rutscht der Zahnarztbesuch schnell nach hinten.
Der blinde Fleck im High-Performance-System
Auf Beschwerden zu warten, widerspricht der Logik des modernen Profisports. Niemand wartet mit der Leistungsdiagnostik, bis die Kondition nachlässt. Warum also bei den Zähnen? Durch regelmäßige Checks der Zahngesundheit können Probleme erkannt werden, lange bevor sie Beschwerden verursachen. Auch Eintracht Frankfurt hat das Thema längst verankert. Seit 2020 gehört die Mundgesundheit dort fest zur Spielerbetreuung. Mediensprecher Bartosz Niedzwiedzki betont: „Zahngesundheit ist für uns ein unverzichtbarer Bestandteil der Betreuung.“
Zahn-Check: kein Nice-to-have
Der moderne Fußball sucht ständig nach dem letzten Prozent Leistungssteigerung. Training wird individualisiert, Belastungen in Echtzeit überwacht, Ernährung auf den Spieler abgestimmt, Schlaf zur Leistungsvariable erklärt. Umso erstaunlicher, dass ein Bereich vernachlässigt wird, der sich leicht kontrollieren lässt. Die Studie zeigt zwar keinen direkten Zusammenhang zwischen Zahnuntersuchungen und sportlicher Leistung, macht aber deutlich: Zahngesundheit ist im Spitzensport ein oft unterschätztes Thema. Mundgesundheit ist kein Beauty-Thema, sondern professionelle Spielerbetreuung von Kopf bis Fuß gedacht.
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